Erfahrungen
Ein Beispiel:
"... Meine taube Schulter hat eine Bedeutung, die mir früher nie aufgefallen ist. Sie war halt nur anders, höher als die andere. Schon seltsam. Kann man das nicht ändern? "Wegmachen"? ..."

"Weg machen" in diesem Sinne wie eine OP geht auch mit Körpertherapie nicht, das wäre ein Widerspruch in sich. Es ist jedoch durchaus möglich, Schicht für Schicht Anspannung auf der Muskelebene abzutragen und den auftauchenden Veränderungsprozess zu begleiten.
"... Durch die Sitzungen hängt die hochgezogene Schulter immer wieder etwas tiefer , wird weicher, lebendiger.
Da merke ich plötzlich – stimmt, immer wenn ich Kummer habe, ist diese Schulter ein Stück höher als sonst.
Später registriere ich, dass sobald es um existenzielle Ängste geht, wenn sich größere Veränderungen im Leben ankündigen, ich nicht nur die Schulter hochziehe, sondern auch meine Hand balle. Gerade ist die tiefe Spannung darin stark, sie kann nur wenig dauerhaft abgebaut werden in diesem Stress.
In einer späteren Sitzung registriere ich, daß es mit Raum und der richtigen Zeit für mich zu tun hat.
War diese Schulter anfangs nur ein Symptom, was ich wegmachen wollte, so wurde sei in dieser Zeit immer mehr zu einem Richtungszeiger, einem Freund in mir. Sie ist mittlerweile wesentlich lebendiger und ich habe das Gefühl, einen großen Teil von mir wieder entdeckt zu haben."